Nadja I. regiert Hundsangen
Großes Kino bei Hundsänger Prinzenkürung
Das Ambiente in der Hundsänger Ollmerschhalle stimmte wieder einmal. Bereits eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn war kaum noch ein Sitzplatz zu ergattern. Wer später kam, musste stehen. Bei dieser prächtigen Kulisse fiel es dem Sitzungspräsidenten des Hundsänger Carnevalvereins (HCV), Frank Göbel, nicht schwer, mit einem schwungvollen Vorprogramm das Narrenvolk auf die Inthronisierung der neuen prinzlichen Regentschaft einzustimmen. Das HCV-Juniorinnenballett, das HCV-Ballett, die Wambachlerchen, die Gipfelstürmer sowie die Gruppe Blechzinnober versetzten ihr Publikum in beste Feierlaune. Schließlich musste das noch im Amt befindliche Prinzenpaar, Teresa I. und Daniel I. vom blauweißen Blut abdanken. Schweren Herzens und mit viel Wehmut, aber artig den närrischen Statuten gehorchend, stimmten sie dem Ende ihrer närrischen Herrschaft zähneknirschend zu.

Und dann war es so weit. Der Bühnenvorhang schloss sich, der Saal verdunkelte sich. Eine geheimnisvolle Musik setzte ein, mystische Motive wurden sichtbar. Eine Stimmung, die eine kollektive Gänsehaut erzeugte. Der Vorhang öffnete sich und eine spektakuläre Aktion floss harmonisch in die andere ein. Lasershow-Produktionen, begleitet von Flammen-, Nebel- und Lichteffekten versetzen das Publikum in eine Traumwelt. Als nach dem „so-und-so-vielten“ Vorhang im Scheinwerferlicht ein Herrenhaus im florentinischen Stil als Kulisse erschien, brandete bereits ein gigantischer Jubelschrei auf. Die Spannung wurde auf den Höhepunkt getrieben, als sie schließlich wie aus dem Nichts auf dem Balkon ihres Palastes einschwebte. Die Reaktion des Publikums war mit der nach einem entscheidenden Endspieltor der Fußballweltmeisterschaft vergleichbar. Hundsangen hat eine neue prinzliche Regentin: Prinzessin Nadja I. vom Löher Jagdschloß. Als sie unter einem sechs Minuten langen frenetischen Dauerapplaus die Showtreppe hinunter auf die Bühne glitt, da gab es keine zwei Meinungen. Das war ganz großes Kino.

Nachdem Nadja I. von ihren Vorgängern und vom Vereinsvorsitzenden Helmut Hönig mit den Insignien ihrer närrischen Macht ausgestattet worden war, stellte sie ihren Hofstaat vor: Adjutant Dominik von Turbo und Tacho, Hofdame Steffi von und zu Sterntaler, Hofdame Ann-Kathrin vom saloppen Hüftschwung und Schatzmeister Feller von Piepen und Penunzen.

In ihrer spritzigen Antrittsrede versprach Nadja I. bis Aschermittwoch eine würdige Vertreterin der Hundsänger Narretei zu sein und alles Erdenkliche zu tun, um den Ruhm der Hundsänger Fastnacht zu mehren. Sie stellte sich dabei in einer erfrischenden und humorvollen und Art und Weise vor. Eine hübsche junge Frau, die viel Charme versprühte und gleichzeitig eine souveräne Persönlichkeit ausstrahlte. Hundsangen hat wieder einmal einen Volltreffer aus dem Zylinder gezaubert. Das Szenario und die Prinzessin waren eindeutig einander würdig.

Die neue Regentin bedankte sich ganz speziell bei dem Produzenten der Inszenierung, Wolfgang Gröschen sowie den Cheftechnikern Rüdiger Ginko, Wendelin Hennrich und Martin Ehinger stellvertretend für das gesamte Technikerteam für ihre außergewöhnlichen Leistungen und verlieh ihnen den Prinzenorden. Zenturio Clausius Carnevalis, alias Klaus Hannappel, wurde nun offiziell zum Zugmarschall des Karnevalsumzuges am Fastnachtsonntag 2017 geadelt. Nach gestrenger Aufforderung ihrer Lieblichkeit blieb Ortsbürgermeister Alois Fein nichts anderes über, als den Schlüssel für die Gemeindekasse herauszurücken. Angeführt von Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder gliederte sich dann der Reigen der Gratulanten an.
Mit einem rauschenden Finale endete schließlich ein grandioses Spektakel, ein bombastischer Abend. Hundsangen hat es wieder einmal geschafft, ihr eigenes hohes Niveau zu toppen. Fantastisch. Chapeau!
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Die neue Regentin der Hundsänger Narren: Prinzessin Nadja I. vom Löher Jagdschloss mit ihrem närrischen Hofstaat.
Nadja I. im Porträt
Die neue Karnevalsprinzessin von Hundsangen, Nadja I. vom Löher Jagdschloß, heißt mit bürgerlichem Namen Nadja Kremer.
Sie arbeitet als Lehrerin an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar.
Sie wohnt seit ihrer Geburt in Hundsangen in der Straße Im Löh. Neben dem Karneval frönt sie einer zweiten Leidenschaft, der Jagd.
Daher ergibt sich auch ihr hoheitlicher Prinzessinnenname.
Sie entstammt einer Ehe eines ehemaligen Hundsänger Prinzenpaares, Prinzessin Elfi I. und Prinz Hartmut I. von der exorbitanten Lustigkeit. So war ihr Weg genetisch offensichtlich vorgezeichnet. Bereits als Kind war sie in den Kinderkappensitzungen des Hundsänger Carnevalvereines (HCV) regelmäßig aktiv. Jahrelang war sie aktive Balletttänzerin im HCV-Ballett.
Seit 2004 ist sie als Trainerin für das HCV-Ballett ununterbrochen tätig. 2013 wurde sie dann in den Vorstand gewählt und trägt seit dieser Zeit in der Funktion als Beisitzerin Mitverantwortung für die Geschicke des Vereins.Sie ist bei den Vereinsmitgliedern als integre, verantwortungsbewusste und urteilsfähige Kameradin beliebt und mit Hundsangen und dem HCV verwurzelt. So entspricht sie voll und ganz dem Anspruchsprofil einer prinzlichen Regentin des HCV.
Kontakt: prinzessin@hcv-hundsangen.de

 

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